Du musst deine Berufung nicht finden. Sie findet dich.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Als würde da noch etwas auf dich warten … eine Aufgabe, eine Bestimmung, etwas, das dich endlich „ganz“ macht.

Ich kenne das so gut. Dieses ewige Suchen, das Grübeln, das Gefühl, noch nicht angekommen zu sein. Es gab Zeiten, in denen mich diese Suche regelrecht gequält hat. Bis ich etwas begriffen habe, das alles in mir neu sortiert hat:

Wahre Identität ist Sein – nicht Machen.

Wenn uns Identität geschenkt wird, dann ist sie niemals abhängig von dem, was wir leisten.

  • Du musst nichts dafür tun.
  • Du kannst sie nicht verlieren.
  • Und du kannst sie auch nicht durch noch mehr Anstrengung verbessern.

Du bist geliebt, weil du bist – nicht weil du lieferst.

Diese Erkenntnis nimmt den Druck von deinen Schultern. Da entsteht Frieden. Ein tiefes, inneres Aufatmen.

Handeln aus der Geborgenheit, nicht aus dem Mangel

„Einfach sein“ bedeutet für mich nicht, passiv durch das Leben zu gehen. Es bedeutet vielmehr, die Quelle deines Handelns zu verändern.

Es bedeutet, nicht mehr aus Angst zu agieren. Nicht aus dem Gefühl heraus, jemandem gefallen oder seinen Wert beweisen zu müssen. Stattdessen handelst du aus einem Ort der inneren Geborgenheit. Aus Liebe.

Und genau daraus entsteht das, wonach wir alle suchen: Deine Berufung.

Viele jagen der Berufung hinterher, als wäre sie ein ferner Jobtitel, ein monumentales Lebensprojekt oder eine schwere Aufgabe. Doch die Wahrheit ist viel schlichter:

Berufung ist Liebe, in Form gebracht.

Mein Wirken als Mentorin

Seit ich das verstanden habe, ist es stiller in mir geworden. Ich habe aufgehört, nach der einen, lauten Aufgabe zu suchen. Ich habe begonnen, die Liebe dort zu leben, wo ich gerade bin.

Heute gieße ich diese Liebe in Formen: In meine Familie, in mein persönliches Leben und mit tiefer Hingabe in meine Arbeit als Mentorin. Wenn ich schreibe oder dich begleite, tue ich das, um dich an das zu erinnern, was du in Wahrheit nie verloren hast.

Diese Gewissheit kam nicht aus meinem Verstand. Sie wurde mir in einer außergewöhnlichen Erfahrung geschenkt – in einem intensiven, unmittelbaren Kontakt mit Gott.

Heute weiß ich: Du musst deine Berufung nicht krampfhaft suchen. Wenn du in deinem Sein ankommst, wird sie dich finden.

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